TANZRAUSCH STATT VOLLRAUSCH
"Gar nicht erst anfangen" ist die Devise beim Projekt "Tanzrausch statt Vollrausch"
Noch nie haben sich in Deutschland so viele Kinder und Jugendliche so hemmungslos betrunken. Statistiken aus dem Jahr 2008 sprechen von 25.700 jungen Menschen im Alter von 10 bis 20 Jahren. Die hatten nicht nur ein wenig zu tief ins Glas geschaut, sondern solche Mengen zu sich genommen, dass Sie stationär in Krankenhäusern behandelt werden mussten.
„Komasaufen“ ist der stehende Begriff dafür. Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Kids, die sich systematisch betrinken um mehr als 170 Prozent gestiegen. Auch das Eintrittsalter ist erschreckend. Erste Vollrausch-Erfahrungen im Alter von 9 Jahren sind keine Seltenheit – der Einstieg mit 12 bis 16 Jahren fast als Regel zu nennen.
Das Wissen über die unterschiedliche Wirkung von Bier, Wein oder Spirituosen existiert in diesem Alter naturgemäß kaum – „ Ich habe doch nur eine halbe Flasche Wodka getrunken“, so die Aussage eines Kindes bei der Befragung im Klinikum Berlin Friedrichshain.*
Den frühen Einstieg in eine folgenreiche Alkoholkarriere zu verhindern, ist der Ansatz der Initiative „Tanzrausch statt Vollrausch“ des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes (ADTV).
Unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten des Bundes Mechthild Dyckmans sollen Kinder und Jugendliche so früh wie möglich darin bestärkt werden, erst gar keinen Alkohol zu trinken. Wer in dem kritischen Alter lernt die Finger vom Stoff zu lassen, hat gute Chancen auch als Jugendlicher und Erwachsener einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu praktizieren. Die ADTV Tanzschulen sind in der Lage mit ihrem Angebot an sinnvollen Freizeitbeschäftigungen den negativen Folgen des schädlichen Konsums vorzubeugen. Wie eine Untersuchung der Universität Oldenburg belegt, kann Tanzen Kinder und Jugendliche stärken, mit psychischen Belastungen besser umzugehen und so auf den Griff zu Drogen zu verzichten.
"Tanzrausch statt Vollrausch" – mit diesem aus verschiedenen Bausteinen bestehenden Konzept bezieht der ADTV mit einer einzigartigen bundesweiten Kampagne Stellung zum Thema.
Den ADTV Tanzschulen wird ein Maßnahmen- und Veranstaltungspaket zur Verfügung gestellt. Das auf diese Altersgruppe abgestimmte Konzept beinhaltet mehrere "Bausteine" und setzt auf eine konzertierte Aktion zusammen mit den Suchtpräventionsstellen der Bundesländer: Alle 750 ADTV Tanzschulen sind berechtigt eine „Tanzrausch statt Vollrausch“-Party zu veranstalten.
Ein wesentlicher Bestandteil der Aktion ist die Begleitung von Turnieren durch lokale oder regionale Suchtpräventionsstellen, die vor Ort z.B. mit Hilfe von so genannten Rauschbrillen über die negativen Wirkungen von übermäßigem Alkoholkonsum aufklären. Diese Einbeziehung der Fachleute vor Ort ist ein wesentlicher Punkt, der dazu beiträgt die Jugendlichen da abzuholen, wo sie sich gerade befinden, aber auch begleitende Eltern oder Freunde für das Thema zu sensibilisieren.
Für die Aktion wurde zudem ein neuer Pokal kreiert, der bereits erfolgreich bei verschiedenen Turnieren und in unterschiedlichen Kategorien verliehen wurde. Mit diesem Pokal werden die jüngsten Teilnehmer in den verschiedenen Juniorenkategorien unabhängig von der Platzierung stellvertretend für alle Tänzerinnen und Tänzer dafür belohnt, dass sie eine sinnvolle Freizeitgestaltung dem Konsum von Drogen vorziehen. Dieser Preis kann auch als Leistungspokal unter „echten“ Wettbewerbsbedingungen ausgetanzt werden.
Informationen zum Tanzrausch gibt es in allen teilnehmenden
ADTV-Tanzschulen.
Weitere Informationen
> www.adtv-tanzrausch.de
> Info-Flyer
Beratungsstellen auf Länderebene

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1 Baden-Württemberg
Geschäftsstelle d. Liga d. freien Wohlfahrtspflege
in Baden-Württemberg e. V.
Tel.: (07 11) 6 19 67–0
> www.suchtfragen.de
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2 Bayern
Koordinierungsstelle der bayerischen Suchthilfe (KBS)
Tel.: (0 89) 53 65 15
> www.kbs-bayern.de
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3 Berlin
Landesstelle Berlin für Suchtfragen e. V.
Tel.: (0 30) 34 38 91 60
> www.landesstelle-berlin.de
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4 Brandenburg
Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen (BLS) e. V.
Tel.: (03 31)58 13 80–0
> www.blsev.de
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5 Bremen
Bremische Landesstelle gegen die Suchtgefahren e. V.
Tel.: (04 21) 33 57 31 14
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6 Hamburg
Hamburgische Landesst. für Suchtfragen e. V. –
Büro für Suchtprävention
Tel.: (0 40) 2 84 99 18-0
> www.sucht-hamburg.de
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7 Hessen
Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) e. V.
Tel.: (0 69) 71 37 67 77
> www.hls-online.org
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Die nebenstehenden Institutionen helfen Ihnen, Ihre lokal/regional
zuständigen Präventionsstellen zu finden. |
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8 Mecklenburg-Vorpommern
Landesstelle für Suchtfragen Mecklenburg-Vorpommern e. V.
Tel.: (03 85) 71 29 53
> www.lsmv.de |
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9 Niedersachsen
Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen
Tel.: (05 11) 6 26 26 60
> www.nls-online.de |
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10 Nordrhein-Westfalen
Arbeitsausschuss Drogen & Sucht
Landesstelle gegen die Suchtgefahren für NRW c/o Diakonisches Werk
Tel.: (02 51) 27 09–330
> www.inforum-sucht.de |
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11 Rheinland-Pfalz
Landesstelle Suchtkrankenhilfe Rheinland-Pfalz
Tel.: (0 62 32) 66 42 09
> www.diakonie-pfalz.de |
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12 Saarland
Saarländische Landesstelle gegen die Suchtgefahren e. V.
Tel.: (0 68 21) 95 60
> www.landesstelle-sucht-saarland.de |
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13 Sachsen
Sächsische Landesstelle gegen die Suchtgefahren e. V.
Tel.: (03 51) 8 04 55 06
> www.slsev.de |
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14 Sachsen-Anhalt
Landesstelle für Suchtfragen im Land Sachsen-Anhalt (LS-LSA)
Tel.: (03 91) 5 43 38 18
> www.ls-suchtfragen-lsa.de |
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15 Schleswig-Holstein
Landesstelle für Suchtfragen Schleswig-Holstein e. V.
Tel.: (04 31) 56 47 70
> www.lssh.de |
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16 Thüringen
Thüringer Landesstelle für Suchtfragen e. V.
Tel.: (03 61) 7 46 45 85
> www.tls-suchtfragen.de |
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* Focus-Online vom 14.02.2010, Artikel "Erschreckende Ahnungslosigkeit"
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