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VERMISCHTES


Musikgeschmack definiert Charakter


25.08.2009 London (dpa)
Ich zeige Dir meinen iPod, und Du sagst mir, wer ich bin: Dies gilt nach einer britischen Studie tatsächlich für viele Menschen. Denn Musik werde auch dazu benutzt, ein bestimmtes Image von sich selbst zu vermitteln, berichteten Forscher von der Universität Cambridge.

Musik kann Stereotype und soziale Vorurteile verstärken

Songlisten auf dem iPod oder auf Internetplattformen wie Facebook oder MySpace seien eine «klare öffentliche Erklärung, wer wir sind und wie wir wahrgenommen werden wollen», sagte Studienleiter Jason Rentfrow von der Fakultät für Psychologie. Musik könne damit Stereotype und soziale Vorurteile verstärken. In der Studie hätten Testgruppen regelmäßig die selben Annahmen über Persönlichkeiten, Werte und Klassenzugehörigkeiten anderer Menschen gemacht und dies von deren Musikgeschmack abgeleitet.

So würden Rock-Fans zum Beispiel für Rebellen und künstlerisch aber für emotional instabil gehalten. Liebhaber von klassischer Musik würden dagegen oft als sympathisch und intellektuell aber auch als unattraktiv und langweilig wahrgenommen. Jazz-Anhängern haftete das Klischee an, freundlich aber wenig verantwortungsbewusst zu sein. Rap-Fans würden als feindseliger aber dafür als energetisch und athletisch angesehen.

Die Lieblingsband hilft bei der Selbstdarstellung

Selbst wenn viele dieser Vorurteile nicht stimmten, bedeuteten sie, dass Menschen klare Statements über ihr Selbstbild und ihre Persönlichkeit machen, wenn sie mit anderen über ihre Lieblingsbands oder -komponisten redeten, betonten die Forscher.



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Foto: © Agb - Fotolia

 

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