VERMISCHTES
05.01.2010 Berlin (dpa) 
Die Deutschen gehen einer Umfrage zufolge trotz der weiter schwelenden Wirtschaftskrise so optimistisch in das neue Jahr wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr.
37 Prozent erwarten laut einer repräsentativen Emnid-Umfrage für die «Bild am Sonntag», dass 2010 für sie persönlich besser wird als 2009. Dies ist der höchste Wert seit neun Jahren. 41 Prozent erwarten keine Veränderung, jeder Fünfte fürchtet, dass es ihm schlechter gehen wird. Im weltweiten Vergleich am zuversichtlichsten blicken Neuseeländer und Brasilianer auf 2010. 73 beziehungsweise 71 Prozent von ihnen glauben, dass es im kommenden Jahr besser wird. Weltweit wurden zum Jahresende in 33 Ländern 36 556 Personen befragt, darunter rund 500 in Deutschland.
18 Prozent der Befragten glauben, dass ihre Lage sich verschlechtern wird
Die meisten Bürger gehen ungeachtet eines drohenden Anstiegs der Arbeitslosigkeit davon aus, dass sie in den nächsten zwölf Monaten keine großen Abstriche machen müssen: Rund 60 Prozent der Deutschen glauben, dass sich ihre finanzielle Situation im Jahr 2010 nicht verändern wird, ergab eine Umfrage des Instituts Polis-Sinus unter 1005 Erwachsenen für den «Focus». 20 Prozent gehen davon aus, dass sich ihre Situation verbessern wird. 18 Prozent sind weniger optimistisch und glauben, ihre Lage wird sich verschlechtern.
Angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise vertraut die Mehrheit der Deutschen den Eliten des Landes nicht mehr, wie eine repräsentativ angelegte Studie des Bremer Instituts Nextpractice im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung ergab. Dafür wurden allerdings nur 100 Bundesbürger befragt. 70 Prozent der Deutschen haben demnach das Vertrauen in Politik und Wirtschaft weitgehend verloren. Fast jeder Zweite stelle sogar die parlamentarische Demokratie infrage.
Die Bertelsmann-Studie im Internet: dpaq.de/Bertelsmann
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