PASO DOBLE
Der Paso Doble ist die tänzerische Darstellung des spanischen Stierkampfes also der Tanz des Torreros mit seiner Capa, dem roten Tuch. Die Dame als Capa folgt der Führung des Herrn selbstbewusst, distanziert und wendig. Der Herr als Torrero zeigt sich entschlossen, kühn und stolz. Die Anspannung der Körper ist für das Publikum zu spüren. Heute ist der Paso Doble in Mitteleuropa in den Hintergrund gedrängt worden. Er ist zwar seit 1945 Turniertanz und wird in Tanzschulen gelehrt, ist jedoch in der Öffentlichkeit eher selten vertreten. Es gibt nur wenige Musikgruppen, die ihn im Repertoire haben.
Geschichte
Der Paso Doble ist ein marschähnlicher Tanz, der vor allem in Spanien und Südfrankreich entstanden ist. Die Musik ist aus Elementen des Fandango und des Flamenco angereichert. Der Flamenco-Stil bildete sich im 19. Jahrhundert heraus. Die Franzosen haben den Paso Doble standardisiert, deshalb gibt es viele französische Figurbezeichnungen. In den 20er Jahren wurde er als "Stierkampf-Pantomime" bekannt. Die Weiterentwicklung des Onestep, eines aus Amerika kommenden Gesellschaftstanzes, der in den Jahren 1912 bis 1925 getanzt wurde, zählt zu den Marschtänzen. Als Twostep, meist im 2/4- oder 6/8 Takt gespielt, ist er als Paso Doble bekannt.
Die Paso Doble Musik ist energisch, klar strukturiert, streng und gewaltig. Der wohl bekannteste Paso Doble ist "Espana Cani", auf dessen Phrasen sich auch die Tänzer mit ihrer Choreographie eingestellt haben, was für Turniere unerlässlich ist.
Taktart
Getanzt wird Paso Doble im 2/4 Takt mit einem Tempo von 60 bis 62 Takten in der Minute. Tanzschritte bekommen einen Taktschlag. Der typische Grundrhythmus ist "schnell-schnell".
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