GESCHENKE
Schenken ist am Valentinstag kein reiner Männerjob
Am Valentinstag ist das Schenken nach Einschätzung von Etikette-Expertin Inge Wolff nicht allein Sache des Mannes. "Liebende können sich durchaus gegenseitig beschenken", sagte die Vorsitzende des Arbeitskreises für Umgangsformen International mit Sitz in Bielefeld.
Hat man jedoch selbst kein Präsent für den Partner parat, sei es besonders wichtig, zumindest Freude über die Aufmerksamkeit des Liebsten auszudrücken. "Es kann auch hilfreich sein, zu erklären, warum man kein Präsent besorgt hat", empfiehlt die Knigge-Expertin.
Auch auf den Schenkenden selbst warte so manches Fettnäpfchen: "Topfblumen kommen am Valentinstag eher weniger gut an." Dauerbrenner sei die rote Rose. Allerdings müsse die Königin der Blumen immer mit der Blüte nach oben und ohne Papier überreicht werden. Bei Geschenken außerhalb der Pflanzenwelt sei eine liebevolle Verpackung wichtig. Weiter empfiehlt die Expertin, bei Geschenk und Papier auf die Vorlieben des Partners zu achten. Von einer anonymen Gabe für jemanden, den man verehrt und gerne näher kennenlernen würde, rät die Expertin ab. Da mit dem Valentinstags-Geschenk ein Signal gesetzt werden solle, sei ein Präsent ohne Absender "unsinnig".
Schenken Sie kostenlos Freude - durch ein Lob
Ob im Beruf oder in der Freizeit, beim Einkaufen, innerhalb der Familie oder
Partnerschaft: Täglich können Sie Ihren Mitmenschen etwas Wertvolles schenken,
ohne dass es Sie einen einzigen Cent kostet – loben Sie, wann immer es
möglich ist! Einzige wichtige Grundvoraussetzung: Ein Lob oder Kompliment
soll immer ehrlich gemeint sein.
Sehr viele Menschen machen generell den Mund nur dann auf, wenn es etwas
zu bemängeln gibt. Viele Vorgesetzte handeln nach der Devise: Meine Leute
wissen, dass alles in Ordnung ist, solange ich nichts sage. Ein solches Verhalten
ist nicht nur schade. Es ist
unklug. Gerade im Beruf speist sich die Motivation zur Arbeit zu einem großen
Teil aus der Anerkennung in Form eines Lobes.
Auch der Alltag wird viel freundlicher und fröhlicher, wenn mehr gelobt wird. „Sie haben mich sehr gut beraten und äußerst freundlich bedient, vielen Dank!“,
von einer Kundin zur Verkäuferin gesagt; „Sehr gelungen, Ihre Präsentation,
Herr Meister. Fundiert und übersichtlich!“, vom Chef zum Mitarbeiter; „Das hast
du ganz toll gemacht!“, von Erwachsenen an Kinder; „Ganz lecker hast du heute
wieder gekocht!“, von der Familie an die entsprechende Person; „Deine neue
Frisur gefällt mir sehr!“, in der Partnerschaft. Wer ehrlich gemeintes Lob spendet,
erfreut nicht nur andere, sondern bekommt meistens auch positive Zuwendung
zurück.
Denken beim Schenken
Weihnachten naht und damit auch die Zeit der „Last-Minute-Geschenkeinkäufe“. Doch wer abgehetzt und gestresst auf den letzten Drücker
irgendwas ersteht, nur um nicht mit leeren Händen dazustehen, wird dem Sinn
richtigen Schenkens nicht gerecht. Eine Gabe drückt dann Wertschätzung für
die beschenkte Person aus, wenn sie mit Blick auf deren Wünsche und Geschmack
ausgesucht wird, dazu dient, Freude zu bereiten sowie die persönliche
Bindung zu unterstreichen und zu festigen.
Ein „Geschenk-Profi“ weiß: Durch richtiges Zuhören – und zwar während des
ganzen Jahres –, ist das am besten zu erreichen.
Eine weitere Möglichkeit:
Nutzen Sie Informationsquellen. Im privaten Bereich bieten sich Familienmitglieder
sowie der Freundes- und Bekanntenkreis dafür an.
Im Geschäftsleben sind Chefassistentinnen und andere aus dem Mitarbeiterstab
gute Anlaufstellen, um über Vorlieben und Hobbys Erkundigungen einzuziehen.
Es ist weder stillos noch unhöflich, sich – etwa telefonisch – Tipps für
Geschenke zu holen. Beachten Sie aber unbedingt die häufig strengen Annahmebestimmungen
für Beschäftigte in Behörden und Unternehmen. Sonst
kann eine gut gemeinte Idee schnell als Bestechungsversuch gewertet werden.
(Un-?) beliebte Weihnachtsgaben: Geldgeschenke und Gutscheine
Gutscheine und Geldgeschenke erfreuen sich gerade zu Weihnachten großer
Beliebtheit. Bekommt aber jemand innerhalb des Familien- oder Freundeskreises
ein paar Scheinchen auf „Trinkgeld-Manier“ in die Hand gedrückt oder einfach
in einem Umschlag überreicht, trübt das die Freude bei den meisten Menschen
erheblich. Auch ein im Geschäft gekaufter Gutschein-Vordruck wirkt ohne
ein paar persönliche Worte einfallslos und langweilig. Die Aufmachung eines
solchen Präsentes ist entscheidend, ob es eine unbeliebte oder geschätzte
Gabe wird.
Investieren Sie deshalb etwas Zeit, Kreativität und Fantasie in die Gestaltung.
Damit zeigen Sie der oder dem Beschenkten, dass Sie sich mit der liebevollen
Ausstaffierung Mühe gegeben haben, dem Allerweltsgeschenk eine persönliche
Note zu geben. Wer Basteltalent hat, kann diese Fähigkeit nach Herzenslust
ausleben. Wenn es Ihnen an Ideen mangelt, können Sie sich Anregungen
aus entsprechenden Büchern oder im Internet holen.
Und auch der „Zwei-linke-Hände-Typ“ braucht nicht zu verzweifeln. In Floristikgeschäften
und Konditoreien helfen Profis weiter. Außerdem kann ein ansprechendes
Geldgeschenk auch ohne handwerkliche Fähigkeiten kreiert werden.
Beispiele: Münzen und/oder Scheine zusammen mit weihnachtlichen Süßigkeiten
in ein Glas oder eine Dose geben; einen gerollten Geldschein an eine Engels-
oder Weihnachtsmannfigur binden; einen Tannenzweig oder kleinen
Kranz mit Geld und Schleifen schmücken.
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