Tanzrausch statt Vollrausch

"Gar nicht erst anfangen" ist die Devise beim Projekt "Tanzrausch statt Vollrausch"

Dieses Zeichen steht für eine Aktion, mit der die ADTV-Tanzschulen dem Trend zum exzessiven Konsum von Rauschmitteln aktiv entgegentreten. Hauptzielgruppe sind die zwölf- bis 16-Jährigen, da in diesem Lebensalter oftmals die ersten Drogenerfahrungen gemacht werden.

Rausch kann positive wie negative Erfahrungen hervorrufen. Dass die Grenze von Genuss zu schädlichem Gebrauch jedoch sehr schnell überschritten wird, zeigt der bis 2012 stark gestiegene Konsum von Alkohol durch Jugendliche. Die Tendenz ist zwar seitdem wieder rückläufig, jedoch weiterhin auf bedenklich hohem Niveau.

Die jährlich im Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung veröffentlichten Statistiken zum Alkoholmissbrauch sprechen eine deutliche Sprache: Eine hohe Zahl von Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 20 Jahren müssen aufgrund von Alkoholvergiftungen in deutschen Krankenhäusern stationär behandelt werden. Der überwiegende Teil ist minderjährig. „Ich habe doch nur eine halbe Flasche Wodka getrunken“, so laut Focus-Online die Aussage eines Kindes bei einer Befragung im Klinikum Berlin-Friedrichshain. Den frühen Einstieg in eine folgenreiche Alkoholkarriere zu verhindern, ist der Ansatz der Initiative „Tanzrausch statt Vollrausch“ des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes (ADTV).

Unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler sollen Kinder und Jugendliche darin bestärkt werden, erst gar keinen Alkohol zu trinken. Wer früh lernt, die Finger vom Stoff zu lassen, hat gute Chancen, auch als Jugendlicher und Erwachsener einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu praktizieren. Die ADTV-Tanzschulen sind in der Lage, mit ihrem Angebot an sinnvollen Freizeitbeschäftigungen den negativen Folgen des schädlichen Konsums vorzubeugen. Wie eine Untersuchung der Universität Oldenburg belegt, kann Tanzen Kinder und Jugendliche stärken, mit psychischen Belastungen besser umzugehen und so auf den Griff zu Drogen zu verzichten.

"Tanzrausch statt Vollrausch" – mit diesem aus verschiedenen Bausteinen bestehenden Konzept bezieht der ADTV mit einer einzigartigen bundesweiten Kampagne Stellung zum Thema. Den ADTV Tanzschulen wird ein Maßnahmen- und Veranstaltungspaket zur Verfügung gestellt. Das auf diese Altersgruppe abgestimmte Konzept beinhaltet mehrere "Bausteine" und setzt auf eine Zusammenarbeit mit den Suchtpräventionsstellen der Bundesländer.

Ein Bestandteil der Aktion ist die Begleitung von Turnieren durch lokale oder regionale Suchtpräventionsstellen, die vor Ort z. B. mit Hilfe von so genannten Rauschbrillen über die negativen Wirkungen von übermäßigem Alkoholkonsum aufklären. Die Einbeziehung der Fachleute vor Ort ist ein wesentlicher Punkt, der dazu beiträgt die Jugendlichen da abzuholen, wo sie sich gerade befinden, aber auch begleitende Eltern oder Freunde für das Thema zu sensibilisieren.

Für die Aktion wurde zudem ein neuer Pokal kreiert, der bereits erfolgreich bei verschiedenen Turnieren verliehen wurde. Mit diesem Pokal werden die jüngsten Teilnehmer in den verschiedenen Juniorenkategorien unabhängig von der Platzierung stellvertretend für alle Tänzerinnen und Tänzer dafür belohnt, dass sie eine sinnvolle Freizeitgestaltung dem Konsum von Drogen vorziehen. Dieser Preis kann auch als Leistungspokal unter „echten“ Wettbewerbsbedingungen ausgetanzt werden.

zum informationsflyer zur offiziellen webseite

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