International Dance of the Year

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International Dance of the Year 2013 - Rumba

Mit heißer, afrikanischer Seite: Rumba

Es war einmal... auf Kuba im 16. Jahrhundert. Die ersten afrikanischen Sklaven wurden auf die Karibikinsel gebracht und mit ihnen kamen ihre kongolesischen Trommelrhythmen und ihr rhythmischer Tanz. In einer stürmischen Kombination entstand aus diesen Rhythmen und spanischen Flamenco-Gesangseinflüssen in den Zuckerrohrplantagen und den Hafenstädten Havanna und Matanzas die Rumba. Das war gegen Ende des 19. Jahrhunderts.

Heute können Kuba-Urlauber dem Rausch des Latin Dance in den Clubs, Bars und auf den Straßen von Havanna verfallen. Nächte mit Rum und Rumba... Nicht umsonst bedeutet das spanische Wort Rumba so viel wie Fest oder nächtliches Fest. Getanzt wird die Rumba im 4/4-Takt. Der Grundrhythmus des offenen Paartanzes ist langsam-schnell-schnell. Rumba lebt vom Wechsel zwischen Nähe und Distanz, reizen und gereizt werden, Verheißung und Ablehnung – sie ist ein erotisches Spiel zwischen Mann und Frau. In einer gut getanzten Rumba wird umeinander geworben. Man kann sagen, die Rumba ist ein getanzter Flirt. Einige nennen sie „Tanz der Liebenden“. Auf dem Globalisierungstrip war die Rumba von Anfang an. Lässig setzte sie sich über Ländergrenzen hinweg. Ab den 1930er-Jahren feierte sie in New York Triumphe.

Im legendären Waldorf-Astoria-Hotel, wo sich Größen wie Count Basie und Glenn Miller die Klinke in die Hand gaben, galt der „Rumba-König“ Xavier Cugat als einer der tollsten Stars.

Sein Orchester wurde rasch zum Stammorchester des schicken Hotels an der Park Avenue. Der Rumba-Titel „The Peanut Vendor“ war zu dieser Zeit in aller Ohren und wurde allerorts gespielt, von Louis Armstrong bis zur schönen Mistinguett, die in Paris den Titel als „The Peanut Vendor“ sang. Es dauerte nicht lange, und auch in Frankreich, England und Deutschland tanzte man Rumba.

In der NS-Zeit galt Rumba als „entartet“, doch nach dem Zweiten Weltkrieg lebte sie schnell wieder auf. Dass man die Rumba auf zwei Arten tanzen kann, entweder als Karree-Rumba oder als Wiegeschritt- Rumba, führte zwischen 1956 und 1963 zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen England und Frankreich, den sogenannten Rumba-Kriegen. Jede Partei beharrte auf ihrer Version. Der „Friedensvertrag“ danach war aber denkbar einfach: Jede Variante wird zugelassen! Beide Varianten wurden ins Welttanzprogramm aufgenommen, die Kubanische Rumba gilt seit 1964 als Turniertanz.

Auch im Hier und Jetzt spielt die Rumba als einer der langsameren Gesellschaftstänze in den Tanzschulen des Landes eine wichtige Rolle. Dabei wird heute auf bekannte Charthits - unterlegt mit einem griffigen Rumbagroove - und auf klassische lateinamerikanische Rumbatitel getanzt. Getanzt und gelehrt wird in Deutschland sowohl die Square- als auch die kubanische Rumba. Als langsamer Tanz findet sie schnell Freunde bei Anfängern, bietet aber auch für den ambitionierten Tänzer viel Gelegenheit sich zu präsentieren. Geschwindigkeit ist eben nicht alles!

Und: Tanzen liegt eindeutig im Trend. Das ist kein Zufall! Tanzen ist eine der schönsten und angenehmsten Formen von Bewegung. Für eine großteils im Büro sitzende Gesellschaft d e r Schlüssel für ein gesünderes Leben. Schließlich bedeutet die Vielzahl der Verpflichtungen im normalen Arbeitsalltag nicht selten Dauerstress für Körper und Seele. Die schlechteste Antwort darauf wäre, abends k.o. zu Chips und Fernseher aufs Sofa zu sinken und sich zu später Stunde mit Völlegefühl ins Bett zu schleppen. Tanzen dagegen kann im Körper viel bewirken, uns beweglicher, flexibler, glücklicher und sogar klüger machen. Mediziner, Therapeuten und Psychologen haben das längst erkannt. Sie setzen Tanzen präventiv und als Therapie ein.

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