International Dance of the Year

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International Dance of the Year 2005 - Samba

Die Geschichte der Samba

Der Gesellschaftstanz Samba ist afrobrasilianischen Ursprungs und wird bei den Gesellschaftstänzen den "Latein- und nordamerikanischen Tänzen" zugeordnet. Entstanden in Brasilien im 19. Jahrhundert, seit 1924 in Europa verbreitet, seit 1959 Turniertanz, seit 1963 im Welttanzprogramm.

"Samba" ist ein Sammelbegriff für an die hundert brasilianische Tanzarten. Samba hat seinen Ursprung in den kultischen Tänzen Altafrikas. Das Wort "Samba" stammt ab vom portugiesischen Wort semba, der Bezeichnung für "Tanz" in der Sprache des Kongo- und Sambesigebietes in Schwarzafrika und ist zunächst der Sammelbegriff für verschiedene brasilianische Lied- und Tanzformen afrikani-schen Ursprungs. Die Quellen der Samba führen bis in die Zeiten der Sklaverei in Afrika zurück, als die Samba bei den Bantus anlässlich der Kriegerweihe getanzt wurde. Bedingt durch die europäische Kolonisation Südamerikas im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Samba-Reigen- und Rundtänze zu Paartänzen umfunkti-oniert.

1914 kam der Vorläufer der Samba, die Maxixe, nach Europa, was einiges Aufse-hen erregte. Seit den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts bezeichnet "Samba" einen schnellen Tanz in geradem Takt. 1924 gelangte Samba erstmals nach Euro-pa. Als Gesellschaftstanz setzte sich Samba aber erst 1949 durch. Was aber in Europa als Modetanz "Samba" getanzt wurde, war eine sehr vereinfachte Form der eleganten Grazie der Original-Samba.

Die brasilianischen Wurzeln der Samba

Samba-Batucada

Samba ist Lebensphilosophie, getanzte Lebensfreude und Kultur und außerdem gut für Körper, Geist und Seele. Samba war ursprünglich eine Mischung aus den Rhythmen der westafrikanischen Sklaven mit indianischer und portugiesischer Musik, wobei der Hauptteil von den Sklaven stammt.

Bei der Samba werden Geschichten aus dem Alltag erzählt; es wird von der Ver-gangenheit, von der Zukunft, über Wünsche und Träume gesungen - einfach über Geschichten, die das Leben schreibt. Und das tanzt und singt man mit der Samba. Samba ist eine Art Therapie.

Samba, das ist der Tanz Brasiliens und beherrscht das musikalische Leben Brasi-liens. "Ein mittelschneller bis schneller Rhythmus, leicht, unbekümmert, man denkt an Karneval in Rio, an wogende Fröhlichkeit, explodierende Lebensfreude ..."

Samba-Reggae

Samba-Reggae ist ein Straßentanz und Musik- und Tanzstil gleichzeitig und gehört inzwischen wohl zu den wichtigsten Volkstänzen Brasiliens. Es ist ein sehr junger Tanzstil aus den 80er Jahren und wurde von den Straßenkindern Pelourinhos in Salvador da Bahia erfunden. Die witzige Kombination aus Afro, Funk, Reggae und Samba unterscheidet ihn schnell von den traditionellen Sambatänzen. Die Trommler führen und die Tänzer setzen ihre Schrittkombinationen zusammen. Samba-Raggae wird auch als „Revolution des Rhythmus“ beschrieben.

Samba-Pagode

In den 80er Jahren ergab sich eine neue Art der Samba: Pagode. Das ist eine Art Samba-Pop mit tausenden von gleich klingenden Liedern mit einfachen Texten. Der Pagode ist unglaublich populär bei allen, die am Wochenende in eine Bar oder Spelunke gehen, um ihr Bierchen zu schlürfen, um den Tisch herum zu tanzen und unbekümmert zu flirten oder sich mit Freunden zu treffen.

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